claudemuller

Ein paar bescheidene Worte über mich…

Als wenn ich mich schon jemals hätte kurz fassen können!

Hallo lieber Leser, Besucher, Interessent, Verrückter… wie auch immer. Danke dass Du hier bist!

Diesen Text hier musst Du nicht lesen!

Genau, Du hast richtig verstanden! Du wirst Dich sicher nicht schlechter fühlen wenn Du jetzt einfach weiter klickst!

Aber!

Wenn Du neugierig bist wie meine Sicht der Dinge so ist. wenn Du wissen willst was mir auf dem Weg zu meiner heutigen Erkenntnis so alles passiert ist, dann lies einfach weiter und lass Dich unterhalten oder bestenfalls sogar inspirieren. Wer weiss?

Vielleicht findest Du in meiner Geschichte auch ein wenig Dich selbst, denn wir alle sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich. Ich habe mir Mühe gegeben und das Ganze etwas unterhaltsam gestaltet damit es sich besser liest.

Dann mal los!

Vorwort

Damals als die Welt noch unkompliziert war

Ich bin Jahrgang 1975 und wurde in eine Welt der Schlaghosen und skurrilen Möbel hinein geboren.

Was damals alles so abging?

Das war vielleicht eine verrückte Welt, Ihr werdet’s kaum glauben wollen!

War man abends noch lange genug wach, dann sah man im Fernsehen das Testbild. Nee! Ihr wisst nicht was das ist? Hier könnt Ihr Euch das Testbild von 1983 vom ZDF anschauen.

Telefon, ja, hatten wir auch… Wollte man jemanden anrufen, nun… dann nahm man einen hantelförmigen Hörer der auf einer Art Gabel lag und wählte die jeweilige Nummer mit… und jetzt kommt’s… einer Scheibe mit Löchern! Was! Noch nie gesehen? Na dann schaut mal hier.

Unsere CD’s waren schwarz und hatten Rillen und man nannte die Dinger einfach Schallplatten. Richtig, keine neudeutsche Bezeichnung sondern einfach nur „Schall“ und „Platte“ in einem Wort. Und wir liebten das Kratzen und Knistern beim Hören der Musik, denn es gehörte einfach dazu.

Selfies hiessen damals Polaroid. Fotos klebte man nicht in die Cloud sondern ins Fotoalbum. Wollte man welche davon taggen, dann nahm man einen Kugelschreiber und das war’s.

Siri hiess damals Mom und die brachte uns auch noch zu Fuss zur Schule. Dort brachte man uns all die Dinge bei die wir heute eh schon wieder vergessen haben! Naja, zum Glück gibt’s jetzt Google, falls uns mal ein wichtiges Detail aus dem 30-jährigen Krieg partout nicht wieder einfallen will.

Zum Spielen gingen wir statt mit Smartphone, Headphones und Drohne ausgestattet einfach nur mit dem Fahrrad nach draussen. Meist machten uns dabei so richtig schmutzig, schlugen uns die Knie und Ellenbogen auf und waren selten vor dem Abendessen wieder zu Hause.

Nun, das hier soll kein „Früher war alles besser“ Geschwafel werden. Was ich damit sagen will ist, unsere Kindheit war schön und langweilig wurde uns selten. In 2017 zu leben und den rasanten Fortschritt miterleben zu dürfen hat selbstverständlich auch seinen Reiz.

Mittendrin – Der Kampf mit dem eigenen Selbst

 
Ich hätte es gerne „Chronologie einer Pathologie“ genannt, aber die Idee dazu hatte Tim Ferriss bereits in der 4 Stunden Woche als er seine eigenen Meilensteine auflistete. Da denk ich mir dann doch was eigenes aus.
 
Ich habe mir mal Gedanken gemacht und spontan ein paar Punkte nieder geschrieben. Falls Du mich, lieber Leser, etwas besser kennen lernen möchtest dann bitteschön:
  • 1975

    Ich kam an einem Montag im Juni gegen halb eins nachmittags zur Welt. Wir hatten leichten Regen an dem Tag aber immerhin auch 6 Stunden Sonne. Nun ja, was das Wetter betrifft war es ein ganz normaler Tag.

  • 1977

    Ich kämpfe tagelang mit der Frage wo die Welt aufhört und die Mauer steht in die Alle reinlaufen wenn sie nicht aufpassen. Nach vielen eindringlichen Fragen erfahre ich von meinen Eltern dass wir alle auf einer verdammt grossen Kugel leben. Na toll! Aus einer Frage waren nun ein ganzes Dutzend geworden und Da ich noch nicht lesen konnte und es damals auch noch kein Google gab, legte ich das Thema vorerst auf Eis.

  • 1979

    Mitte September werde ich zum ersten Mal  eingeschult! Damals war die Ortschaft von heute noch ein Dorf was bedeutete dass alles klein gehalten war. Kleine Schule, kleine Klassen mit übersichtlich vielen Kindern und meistens auch zwei Jahrgänge in einem einzigen Saal. Mein Gott, wo war ich da bloss gelandet.

  • 1980

    Die Frage mit dem Ende der Welt liess mir zwar immer noch keine Ruhe, hinderte aber andere nicht daran daneben auf den Plan zu treten. Ich war immer noch auf der Suche nach meiner persönlichen GUT (Grand Unified Theory).

    Diesmal fragte ich mich allerdings wo der Himmel beginnt? Nach einer Antwort suchte ich weniger philosophisch als nüchtern in ungefähr so: Wenn ich 100 Packungen Kekse staple, reicht das dann bis in den Himmel? Auch hier wollte mir niemand so recht drauf antworten.

  • 1981

    Ich lerne meine erste Fremdsprache: Deutsch! Wieso eigentlich? Die lernt man doch bei uns im Fernsehen und da das Luxemburgische eh ein Ableger der Deutschen Sprache ist fühlt es sich nicht mal wie lernen an.

  • 1982

    Meine Mutter kommt vom Einkaufen nach Hause und ruft mich zu sich in’s Wohnzimmer. Sie hält mir ein Spielzeug vor die Nase das mein Leben ab dem Tag prägen sollte.

  • 1983

    Dann kommt die zweite Fremdsprache: Französisch! Was ich mit frühkindlicher Begeisterung kaum erwarten konnte, wurde aber schnell zur bitteren Realität! Französisch ist alles andere als eine leichte Sprache und es folgten Jahre mit vielen tausend Stunden an denen Verben und Vokabeln gepaukt werden mussten.

  • 1987

    Ergebnis des schulpsychologischen Gutachtens: Könnte eine Karriere als Arzt anstreben! Wieso also halten mich alle für dumm oder faul oder beides? Liegt wahrscheinlich daran dass mich die Schule generell immer gelangweilt hat und ich das meiner Umwelt auch immer offen vermittelt habe.

  • 1989

    Jetzt bekamen sie mich offiziell dran. Ich hatte das erste Jahr im Gymnasium gleich zweimal verhauen und musste daraufhin die Schule wechseln. Blöd gelaufen! Lag in jedem Fall nicht daran dass ich in der Zeit fortwährend Heavy Metal gehört habe. Zumindest hatte ich musikalisch meine Bestimmung gefunden die in zwei Jahren den Anfang für etwas Grosses einleitet.

  • 1990

    Auf dem technischen Gymnasium lief es dann besser. Ich lerne auch gleich meine dritte Fremdsprache: Englisch (Wer sich jetzt wundert… ist für Luxemburg nichts besonderes dass man in seiner schulischen Laufbahn mindestens 3 Fremdsprachen lernt)! Ja, endlich Englisch… die für mich absolut coolste Sprache, allerdings, Grammatik ist scheisse.

  • 1991

    Ich beschliesse Karriere als Musiker zu machen und kaufe mir meine erste Gitarre (Jaja, Metal sei dank wurde hier ein persönlicher Grundstein gelegt). Ab jetzt übe ich mindestens 4 Stunden am Tag. Der Rest konnte mir zu dem Zeitpunkt gestohlen bleiben. Ich haue in einem Jahr jedes Notenbuch von Metallica durch was mir in die Finger kommt. Ich hatte endlich eines meiner Talente entdeckt.

  • 1992

    Tag der offenen Tür in der Kunstschule in der Hauptstadt. Ich höre laute Musik aus der Sporthalle, dort spielt gerade eine Metal Band… alles Schüler! In meinen Herzen wusste ich… „Hier muss ich hin!“ Ich werde Künstler, das ist eh cooler als der ganze Rest.

  • 1996

    Nach vier Jahren destruktiver Kritik an dem was mir wirklich Spass macht (Grafik, Design und Kommunikation) stehe ich vor meiner ersten Identitätskrise. Mittlerweilen bin ich auch noch Bassist einer Heavy Metal Band. Hatte sich so ergeben… das mit dem Bass meine ich. Die Krise besteht in ernsten Zweifeln an meiner schulischen Orientierung und ich reagiere darauf wie bereits in den Jahren zuvor mit bewusstem Verdrängen und Nörgeln.

  • 1997

    Ich schmeisse die Kunstschule hin, mache eine Lehre zum Bauzeichner (ironischerweise aber auf der gleichen Schule) und lasse mir einreden dass ich mein Ding gefunden hätte. Mit 23 noch an der Schule trete ich eine Lehrstelle an und verdiene mein erstes Geld. Endlich unabhängig… von wegen!

    Im gleichen Jahr werde ich noch Gitarrist einer Punkband mit der ich die kommenden beiden Jahre unzählige Auftritte in Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Österreich und der Schweiz habe. Trotz noch immer währender Identitätskrise war das rückblickend eine ziemlich geile Zeit. Ich hatte da schon so eine Ahnung was ich werden könnte…

  • 1998

    Die Band in der ich als die Rolle als Bassist abgebe bekommt einen Gig als Support Act von Motörhead. Ein sehr prägendes Erlebnis in meiner musikalischen Karriere (abgesehen von dem 3-tägigen Hörsturz von dem ich mich glücklicherweise wieder erholt habe). Immerhin durften wir vor 1.000 Leuten spielen von denen kein einziger wegen uns da war. Obwohl niemand wegen uns da war, lief die Show ganz gut. Wie gesagt, ein prägendes Erlebnis und eine sehr wertvolle Erfahrung.

  • 1999

    Mit einem Kumpel schmiedete ich Pläne wie wir schnellstmöglich die Weltherrschaft an uns reissen können. Nach ein paar Stunden Brainstorming und Bier beschliessen wir eine Konzertagentur zu gründen und unser eigenes Bier zu brauen. Parallel nehme ich einen Job mit befristetem Vertrag an denn meine Lehrzeit war bereits vor 3 Monaten ausgelaufen.

  • 2000

    Nach 18-monatigem befristetem Arbeitsvertrag und 5 Monaten Zwangspause habe ich mich dann pünktlich zum 1 September selbst in’s so genannte Hamsterrad katapultiert. Ich fand mich im öffentlichen Dienst wieder und hielt das derzeit für das Beste was mir zustossen konnte. Schliesslich will das doch jeder und ich darf mich glücklich schätzen einen gut bezahlten Job zu haben.

    (Hamsterrad bedeutete hier für mich .dass ich einen Job tat, den ich eigentlich nie gesucht hatte und der meiner Leidenschaft nicht weiter entfernt sein könnte. Das alles nur um Geld zu verdienen und das Leben von jemand anderm zu leben. Das sollte mir auch ein paar Jahre später bewusst werden und mich zum Umdenken bewegen)

    Ach ja, by the way…

    Ende 2000 dann das grosse Fazit dieser Sache mit der Weltherrschaft. 2 geglückte Konzerte, 1 Reinfall der mich meinen ersten Monatslohn im öffentlichen Dienst kostete und die Sache mit dem Bierbrauen verlief ebenfalls nach zwei Versuchen im Sand. Der Traum der eigenen Konzertagentur mit angeschlossener Brauerei platzte wie eine Seifenblase. Mist!

    Aber zum Glück gab es ja noch das Hamsterrad das von innen wie eine Karriereleiter aussieht.

  • 2001

    Mein Vater beschliesst dass es an der Zeit ist dass ich auf eigenen Beinen stehe. Obwohl wir im gleichen Haus leben, sehen wir uns manchmal wochenlang nicht. Als ich einmal über’s Wochenende weg fahre, wechselt er zu Hause sämtliche Schlösser. So schliesst sich ein Kapitel auf lustige (Ironie) Weise. Höhö!

    Noch im selben Jahr gebe ich die Suche nach DER Traumfrau auf und… nun, ich begegne zur eigentlich falschen Zeit und so gesehen auch am falschen Ort die Beste Frau der Welt. Manchmal nehmen die Dinge einfach ihren Lauf wenn man aufhört Druck aus zu üben. Damit begann ein neuer Abschnitt in meinem Leben.

  • 2007

    Das Hamsterrad hat sich die letzten 7 Jahre unaufhaltsam weiter gedreht. Dabei gab es doch immer diese Versprechen!?

    Wenn Du lange und hart genug arbeitest und Dich beweist, dann wirst Du eines Tages Deinen eigenen Posten bekommen und musst nicht mehr auf der Ersatzbank spielen. Ersatzbank bedeutet vor allem immer flexibel zu sein, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und mir dabei von Leuten meinen Job erklären lassen die ihn selbst noch nie getan haben und auch bestenfalls aus der Theorie kennen. Ich beschloss dass ich da raus muss.

    Doch glücklicherweise beginnt in diesem Jahr ein neuer Abschnitt in meinem Leben… Mein Sohn kommt zur Welt und ich werde (logisch) zum ersten mal Vater. Eines der schönsten Dinge überhaupt welches den Alltag im Hamsterrad in den Hintergrund stellt.

  • 2008

    Auszeit, Elternurlaub und wir ziehen in ein Einfamilienhaus. Zum ersten Mal seit meiner frühesten Kindheit bin ich 6 Monate am Stück zu Hause. Eine sehr wertvolle Zeit die ich mit meiner kleinen Familie verbringen darf. Ich schnuppere zum ersten Mal in meinem Leben den Duft von Freiheit und Selbstbestimmtheit.

    Zu meinem Erstaunen meistere ich den Alltag im Haushalt recht gut. In die Rolle des Vaters wachse ich hinein. Nicht einen Moment bereue ich die Entscheidung Vater geworden zu sein. Ein Kind birgt nicht nur Verantwortung, nein, es bereichert Dein Leben.

  • 2009

    Willkommen zurück im geliebten Hamsterrad. Voller Hoffnung suche ich meinen Vorgesetzen auf und frage ihn nach der Ausschreibung der offenen Posten. Schliesslich bin ich seit gut 9 Jahren dabei und meine Chancen stünden so gesehen nich schlecht.

    Dann gibt’s einen vor den Latz. Mein Vorgesetzter schüttelt nur mitleidig den Kopf und teilt mir mit, dass die Direktion eines der grössten Betriebe Luxemburgs beschlossen hat dass keine freien Posten in meinem Bereich mehr besetzt werden. Schliesslich sei man zu teuer und es müsste eingespart werden. Es wären eben harte Zeiten und es stünde eine Umstrukturierung an. Man setze nun auf Teilzeitarbeiter. Wenn Du mich fragst ist das ein verschönerter Begriff für Lohndumping und moderne Sklaverei. 

    Ich weiss zu dem Zeitpunkt: Ich muss hier raus, koste es was es wolle!

    Ich werde immer unzufriedener und stelle auch mittlerweile fast alles in Frage. Allerdings bin ich mir keiner Alternativen bewusst. „Schlussendlich müssen wir doch und haben keine andere Wahl“ ist das Credo der Gesellschaft. Dass man im Leben immer eine Wahl hat sollte mir erst in ein 5 Jahren bewusst werden. Ich habe übrigens auch ein Buch dazu gescjrieben.

  • 2010

    Kopf- und Nackenschmerzen sind inzwischen an der Tagesordnung. Ich liege spät abends im Bett, bin todmüde und kann nicht einschlafen weil meine Gedanken wie ein Schwarm Moskitos um meinen Kopf kreisen. Der Gedanke an die kommenden beruflichen Jahre macht mich regelrecht depressiv. In was für eine scheiss Falle bin ich eigentlich hinein getappt.

    Im April ist es dann so weit. Die ersten körperlichen Symptome zwingen mich in die Knie. Regelmässig plagen mich die tollsten Kopfschmerzen und ich bin fast alle 14 Tage beim Arzt wegen irgend einer schleppenden Krankheit. Doch dann geschieht etwas Wunderbares…

    Ich habe auf einmal die Möglichkeit innerhalb meines Hamsterrades die Abteilung zu wechseln und kann meine allgemeine Einstellung zur Arbeit revidieren. Man kann auch gerne zur Arbeit gehen, so lange man einen Sinn in dem sieht was man tut. Endlich darf ich wieder lernen wie es ist wenn man eine Perspektive hat. Sollte es sich bei meinem Hamsterrad doch um eine Karriereleiter handeln?

    Von dem Moment an beginne ich einige wichtige Bücher zu lesen die meine Leben komplett auf den Kopf werfen und mich mit dem Gefühl der Freiheit infizieren. Die nun kommenden Jahre sind geprägt von Selbstreflexion, Erkenntnis und der Gestaltung einer Zukunft nach meinen eigenen Plänen. Ich hatte es einfach satt mich immer herum schubsen zu lassen.

    Im Oktober kam meine Tochter zur Welt und ich durfte das Glück von vor 4 Jahren gleich nochmal erleben. Es ist ein schönes Geschenk wenn man 2 wundervolle und gesunde Kinder, aber auch einen guten Partner an seiner Seite hat. An dem Punkt danke ich meiner Frau die mich in allem unterstützt. Was das Wichtigste überhaupt ist, sie erträgt alle meine Ideen, Macken und wie ich nun mal so bin.

    Ich Dank Dir von ganzem Herzen!

  • 2011

    Aufgrund meinem Karrierewechsels habe ich weniger Stress und eine bessere Gelegenheit zur Selbstreflexion.

    In meiner neuen Abteilung geht alles etwas langsamer voran. Es gibt halt Mühlen die sehr langsam mahlen doch auf der anderen Seite verschwende ich generell nicht gerne wertvolle Lebenszeit. Übrigen ist die Lebenszeit das wertvollste aller Geschenke das man uns mit auf den Weg gegeben hat. Daher sollte man weise damit umgehen und sich weg bewegen von Dingen die entweder uninteressant oder schlecht sind.

    „Was könnte ich also in den nächsten Jahren so mit meinem Leben anstellen? Also spontan würde ich mal versuchen meine Träume und Leidenschaften  zu verwirklichen.

    Es gibt tatsächlich Leute die das Internet dazu nutzen ihren eigenen Weg zu gehen. Das Beste daran ist,  diese Menschen verdienen tatsächlich mit ihrer Leidenschaft Geld im Internet

    Ganz besessen und ich gebe zu auch ein wenig geblendet von der neuen Möglichkeit gebe ich „Geld verdienen im Internet“ bei Google ein und bin erstaunt wie viele Menschen wohl das gleiche Problem hatten und mir sofort dabei helfen wollen reicht zu werden. Ja, Du kennst das lieber Leser, aber irgendwo sollte man schon anfangen.

    Im Juli des selben Jahres werde ich mit einem Nabelbruch operiert und bin 3 Wochen zu Hause. Eine Zeit die ich dazu nutze mich in’s Thema Internet und Geld verdienen einzuarbeiten.

    In diesen 3 Wochen entsteht meine erste Website und ich lege den Grundstein für die wunderbare Reise auf der ich mich heute noch befinde.

  • 2012

    Meine Website entwickelt sich beständig weiter. Gut, für heutige Verhältnisse war sie grauenhaft, aber ich hatte zum ersten Mal etwas was wirklich von mir stammte. Ich habe eine weitere grosse Leidenschaft entdeckt die meine Zukunft in eine andere Bahn bringen sollte.

    In dem Jahr belege ich noch ein Fernstudium zum zertifizierten Webdesigner und beschliesse ausserdem noch ein Buch zu schreiben.

  • 2013

    Ich erfahre aus der Zeitung dass ein Freund aus meiner Kindheit ein paar Tage zuvor einen tödlichen Motorradunfall hatte. Du fragst Dich jetzt vielleicht wieso ich davon aus der Zeitung erfahre?

    Mein Freund hatte einen Job der ihn um die halbe Welt reisen liess und manchmal war er Monate lang in der Weltgeschichte unterwegs. Wir sahen uns manchmal wochenlang nicht und auf Facebook war mein Freund auch nicht besonders aktiv.

    So hat mich das Leben eingeholt und mir gezeigt wie wertvoll und vergänglich es doch ist. Ein solch tragisches Erlebnis prägt einen und lässt einen über Zweck, Bestimmung und Selbstverwirklichung nachdenken, ob man nun will oder nicht.

    Ich beschliesse nun endlich ein Buch zu schreiben und auch damit an zu fangen. Das ist mit das Schwierigste, überhaupt mal den Arsch hoch kriegen und endlich anfangen. Meinem verstorbenen Freund will ich mein Buch widmen. Ich habe ein Warum.

  • 2014

    Die Arbeit an meinem Buch nimmt einen zentralen Punkt in meinem Leben ein. Ich erfahre wie es ist von etwas besessen zu sein. Ich lerne eine wichtige Lektion die ich unbewusst schon ein paar mal in meiner Vergangenheit angewandt hatte: Erfolg kann man nur durch Beharrlichkeit erreichen. Allerdings muss man den Erfolg vorher klar definieren, denn für jeden Menschen auf der Welt bedeutet er was anderes.

    Nach einem Jahr habe ich mein Buch endlich fertig. Du hast dich nicht verlesen, ein JAHR! Es ist in der Tat ein spezielles Buch und eigentlich sind sogar zwei draus geworden. Wenn Du neugierig bist, schau einfach mal hier (Link kommt noch) was draus geworden ist. Es lohnt sich.

    Am 1 September (wegen restlicher Urlaubstage eigentlich schon am 15 August) trete ich ein Sabbatjahr an. Ich kann zu Hause bei den Kindern bleiben und wir können uns das Geld für die Betreuung für die kommenden 12 Monate sparen. Ich bin also für ein Jahr lang Hausmann und absolut zufrieden.

    Gegen Jahresende darf ich mein Buch in der Bibliothek unserer Stadt Differdingen (übrigens die drittgrösste Gemeinde des Landes) vorstellen. Ein Lokalsender besucht mich dort und ich darf auch noch in’s Fernsehen (wie gesagt ein Lokalsender und nichts Grosses, aber immerhin). Ich schliesse das Projekt zufrieden für mich ab und widme mich nun der Planung meiner neuen Zukunft. Schliesslich habe ich mir in den vergangenen Monaten selbst bewiesen dass man durch Beharrlichkeit alles erreichen kann was man sich wünscht.

  • 2015

    Ich nehme einen Teil der Verkaufserlöse meines Buches und stecke diesen in eine Weiterbildung zum Kaufmann mit entsprechender Handelsgenehmigung. Wieso? Ich hatte zwar noch keinen konkreten Plan jedoch eine kleine Vorstellung davon wie es weiter gehen könnte. 

    Am 16 Juli gebe ich die Abschlussarbeit für mein Fernstudium ab und am darauffolgenden Tag fliegen wir für 4 Wochen nach Amerika. Diese 30 Tage in vollkommener Isolation des Alltags gaben mir ein einschneidendes Gefühl von Freiheit und Tatendrang. Aber… Zwei Wochen nach unserem Urlaub trete ich wieder meinen alten Job an und bin sichtlich angepisst.

    Ich habe in meinem Jahr Auszeit zwar vieles geschafft, allerdings weiss ich nich nicht genau in welche Richtung es sich bewegen soll. Es ist an der Zeit sich etwas einfallen zu lassen. Ich habe einen Abschluss zum zertifizierten Webdesigner sowie einen kaufmännischen Grundkurs in der Tasche.

    Wie soll es also weiter gehen?

    Gegen Jahresende spricht mich ein Freund wegen einer Idee an. Er will ein Portal zur Vermittlung einer bestimmten Berufsgruppe in’s Leben rufen und so was gibt es zu der Zeit noch nicht in Luxemburg. Ich finde die Idee genial und wir legen sofort los. Wir stellen das Projekt der Handelskammer vor mit der Bitte um finanzielle Unterstützung.

    Wie bekommen deren Aufmerksamkeit und sie finden das Projekt auch recht interessant. Allerdings kommt irgendwann das Thema Businessplan und Aufgabenverteilung auf den Punkt. Hier scheitert unser Projekt schon in seinen ersten Atemzügen. Ich will nicht sagen dass wir uns überschätzt haben… Nein, vielmehr haben wir neue wichtige Erkenntnisse erlangt.

    Sagen wir mal so: Der Tag meines Freundes hat auch nur 24 Stunden und er schläft ohnehin nicht viel davon und ich für meine Begriffe will nicht einen weiteren „Job“ haben in dem ich die Drecksarbeit mache. Hier sollte es eine Partnerschaft – ein Startup – werden und nicht ein weiteres Arbeitsverhältnis. Wir haben es am Ende dann sein lassen und gingen wieder zur Tagesordnung über.

  • 2016

    Im Januar beschliesse ich ein Amazon FBA Business zu starten mit dem Ziel eine eigene Marke zu kreieren. Ein weiterer Punkt auf meiner Bucket List den ich unbedingt in die Tat umsetzen möchte.

    Den gesetzlichen Rahmen für den Handel mit Waren habe ich mir bereits ein Jahr zuvor mit dem Absolvieren des kaufmännischen Kurses in der Handelskammer gesetzt. So ergibt es sich dass ich meine Leidenschaft zu Grafik und Design, meine kaufmännische Ausbildung sowie das Fernstudium zum Webdesigner dazu nutze ein weiteres Projekt umzusetzen.

  • 2017

    In diesem Jahr schaffe ich es endlich zum Sport. Ja, was ich 42 Jahre vor mir her geschoben habe (mal abgesehen von den 3 Jahren mit 15 in denen ich Basketball gespielt habe) gehe ich nun endlich mit dem nötigen Ernst an. Ich habe es meinem Sohn zu verdanken dass ich einem Club beigetreten bin in dem ich mich sehr wohl fühle.

    Ich praktiziere nun mit Begeisterung Jiu-Jitzu. Mein Sohn mach Judo und ein Jahr später sollte meine Tochter sich dem Club auch noch anschliessen. Mein Sohn und ich wir haben bereits im Juli den gelben Gürtel geschafft und wir leben beide unseren Kampfsport mit Begeisterung. Ausserdem hält es Körper und Geist fit. 

    Mein Amazon Business geht allerdings schleppend voran. Ich brauche ziemlich lange um ein geeignetes Produkt zu finden. Schlussendlich entsteht dann doch meine Marke und ich habe zwischenzeitlich 2 Produkte bei Amazon auf Lager. Eigentlich habe ich mein Ziel schon erreicht. Das Projekt sieht jedoch ein Ende voraus denn der gesetzliche Rahmen den man drum herum aufbauen muss, frisst sehr viel Zeit und Ressourcen. Wie ich meine Marke und das FBA Business aufgebaut habe und wie ich es letztendlich auf ein Ende zusteuere, das kannst Du hier nachlesen (Link kommt noch)

  • 2018

    Ein neues Jahr auf einer Reise mit Höhen und Tiefen. Ich bin mit meiner aktuellen Situation sehr zufrieden und habe endlich einen Weg gefunden wie ich mich selbst verwirklichen kann.

    Auf der Maslowschen Bedürfnispyramide bin ich nun sehr nah an der obersten Stufe, eben der Selbstverwirklichung. Ich lebe meine Träume und setze meine Wünsche entsprechend meiner Lebenssituation um. Das Leben ist zu kurz um die Dinge nicht zu tun die wirklich Spass machen.

    Hier in meinem Blog findest Du eine Bucket List mit Dingen die ich bereits geschafft habe und natürlich auch denen die ich noch vorhabe. Es lässt mich meine Wünsche, Träume und Ziele im Auge behalten. Ich schreibe regelmässig über meine Projekte und gebe auch Updates. So entwickelt sich diese Website allmählich weiter zu einer Ressource für Motivation und Ideen und dem Beweis dass man fast alles was man sich im Leben wünscht auch erreichen kann.

Und hier lieber Leser, hört meine Chronologie vorerst auf.

Falls Du bis hierhin durchgehalten hast, dann Respekt!

Was ich in den Jahren danach gemacht habe (ich weiss ja nicht wann genau Du diese Zeilen lesen wirst) das erfährst Du in meinen Projekten über die ich auf diesem Blog schreibe. Aber jetzt noch abschliessend ein paar (weitere) Worte, also bleib weiter dran denn gleich sind wir durch.

Nachwort – Heute und in Zukunft

Wir hatten das Glück in den letzten 2-3 Jahrzehnten einen Fortschritt miterleben zu dürfen, der – wie Steve Job’s es ausdrücken würde – eine enorme Delle im Universum hinterlassen hat.
 
Wir tragen Computer in unserer Hosentasche und sind dauerhaft mit der ganzen Welt connected. Der Planet von früher ist zum Dorf von heute geworden. Grenzen wurden überwunden und viele Dinge die damals unmöglich waren sind heute zur Selbstverständlichkeit geworden.
 
Ich liebe es in unserer heutigen Zeit zu leben und geniesse die technischen Errungenschaften die uns das 21 Jahrhundert zu bieten hat. Als einer der sich gerade noch zur Generation X zählen darf bin ich froh diesen Wandel der Gesellschaft und Technologie miterleben zu dürfen. 
 
Ich bestreite nicht dass nicht alles Gold ist was glänzt aber ich habe gelernt mir meinen Nutzen daraus zu ziehen.
 
Und nein! Die Welt ist nicht schlechter geworden. Man bekommt dank der globalen Vernetzung das Elend, das es übrigens auch schon früher in gleichem Masse gab, fast zeitgleich und vor allem ungefiltert mit. Betrachten wir das mal als einen Ihrer möglichen Nachteile.

Die Kunst der Vollendung

Du hast die Geduld und das Interesse bewiesen und hast meine Chronologie bis zum Ende gelesen. Vielleicht ärgerst Du Dich ja nun um die vergeudete Zeit. Vielleicht, aber nur vielleicht erkennst Du an meiner persönlichen Geschichte, dass die Dinge nun mal nicht immer so laufen wie sie sollten… und das ist auch gut so.

Ich habe bis heute die Hoffnung niemals aufgegeben und immer wieder gekämpft wenn ich am Boden lag. Aufgeben war für mich nämlich noch nie eine gute Option, denn wer aufgibt verliert schlussendlich auch. Die Dinge fallen einem nun mal nicht in den Schoss, man muss verdammt nochmal auch etwas dafür tun.

Irgendwann kommt der Tag der nun einmal der letzte sein wird, so traurig es auch ist. Je näher dieser Tag kommt fängst Du an über Dinge nachzudenken. Du bereust und bedauerst, blickst aber auch auf die tollen Momente zurück. Hast Du genug gelacht, geliebt und gelebt? Hast Du alle Deine Träume gelebt oder nur geträumt?

Eine australische Krankenschwester hat jahrelang Menschen beim Sterben begleitet und ihnen immer die gleiche Frage gestellt: „Was bereuen Sie und was hätten Sie in Ihrem Leben gerne anders getan?“

Weisst Du was die Top-Antwort auf diese Frage war? Nein!

„Ich wollte ich hätte mein eigenes Leben gelebt anstatt mich von den Erwartungen anderer leiten zu lassen!“ Das geht unter die Haut, findest Du nicht?

Dann kamen noch Aussagen wie: „Hätte ich nur weniger gearbeitet und wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben!“ und „Hätte ich nur öfters den Mut gehabt meine Gefühle zu zeigen und mir etwas mehr Glück und Zufriedenheit gegönnt!“

Wenn das nicht mal der klare Beweis dafür ist dass wir verdammt nochmal die Pflicht haben unser Leben nach eigenen Vorstellungen zu leben?

Danke dass Du mir Deine wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt hast.

Ich hoffe ich konnte Dich inspirieren und/oder zumindest etwas für Deine Perspektive und Weltsicht tun. Ich wünsche Dir ein glückliches und erfülltes Leben und noch weiterhin viel Spass ohne Ende. Schliesslich hast Du hast es verdient.

Ich wünsch Dir ab heute die beste Zeit Deines Lebens.